Gedenkstätte Gudendorf

 
Es gibt kaum einen Ort in Schleswig-Holstein, der so zum Nachdenken über Geschichte auffordert, wie die Gedenkstätte Gudendorf (Dithmarschen).


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 Das Lager:

Wenn Besucherinnen und Besucher durch den Wald zum Gedenkstein gehen, mögen sie bedenken, dass ihr Weg entlang der Gräber vieler Menschen führt, die zwischen 1941 und 1945 als sowjetische Kriegsgefangene in der näheren und weiteren Umgebung den Tod fanden und nach Gudendorf gebracht wurden, wo ein Massengrab ausgehoben wurde. Keiner kennt heute  genau alle Plätze, wo sie bestattet worden sind. Bis heute gibt es auch keine genauen Angaben über die Zahl der Opfer, die in Gudendorf liegen. Erst nach und nach werden nach Recherchen des zentralen Archivs des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation in Podolsk auch die Namen der Toten bekannt. Die britische Militärregierung hat gleich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Hitlerfaschismus die Errichtung eines Ehrenfriedhofs für alle sowjetischen Kriegsgefangenen angeordnet, die infolge völlig unzureichender Ernährung, menschenunwürdiger Behandlung, rücksichtsloser körperlicher Ausbeutung im Arbeitseinsatz und durch gezielte Ermordung den Tod gefunden haben.

Geschichtliches